Seit 1. Januar 2024 ist Dr. Ferri Abolhassan im Vorstand der Deutschen Telekom AG verantwortlich für die Großkundensparte des Konzerns und damit Chief Executive Officer (CEO) der T-Systems International GmbH. 2021 hat er im FAZ-Verlag das Buch „WISSEN. MACHT. SPASS.“ veröffentlicht (ISBN: 978-3-96251-104-3).
Wie wir diese Zukunftstechnologie sinnvoll für uns nutzen ...
Künstliche Intelligenz (KI) prägt zunehmend unseren Alltag und unser Berufsleben – über alle Altersgrenzen hinweg. Und dieser Trend wird sich in Zukunft weiter verstärken. Umso wichtiger ist es, dass wir alle frühzeitig lernen, KI kompetent und verantwortungsvoll für uns zu nutzen. Das gilt vor allem auch für Kinder. Sie wachsen in einer Welt auf, die sich aufgrund des technischen Fortschritts rasend schnell verändert. Darum sollten sie neue Technologien wie KI nicht nur konsumieren, sondern auch verstehen, wie sie funktionieren, den Umgang damit lernen und digitale Kompetenzen entwickeln.
Darum setzen wir uns, als Deutsche Telekom und T-Systems, für Digitale Bildung ein: Zum Beispiel mit unserer neuen T-Systems-Lösung CyberXperience, die wir gemeinsam mit unserem Partner HiSolutions entwickelt haben. Damit befähigen wir Kinder und Jugendliche, sich sicher und selbstbestimmt in der digitalen Welt zu bewegen. Ob in Frei- oder Ausfallstunden, in Unterrichtsfächern wie Informatik oder Ethik – in Absprache mit den Schulen bieten wir digitale Sessions oder Schulungen vor Ort an – auf Basis einer von uns entwickelten Lernplattform. 1.200 freiwillige Expertinnen und Experten stehen bereit, um Schülerinnen und Schüler über Sicherheitsthemen wie Fake News, Passwortsicherheit, Verhalten im Internet oder Cybermobbing zu informieren.
Unser Engagement ist aber nicht auf die Schülerinnen und Schüler beschränkt: Durch unsere Zusammenarbeit mit dem Schulbuchverlag Cornelsen unterstützen wir auch Lehrerinnen und Lehrer. So hilft ihnen die neue KI-Toolbox Cornelsen.ai dabei, sich zu organisieren, erstellt Lehrmaterial, plant Unterrichtssequenzen und gibt Feedback. Für sieben Bundesländer sind bereits die Lehrpläne in das KI-Tool integriert, weitere folgen.
Da wo wir andere in Sachen Künstliche Intelligenz fit machen, wollen wir natürlich selbst führend sein. Getreu meines Mottos „Ausgelernt war gestern“ bieten wir unseren Mitarbeitenden vielfältige Möglichkeiten, digitale Kompetenzen – auch zum Thema KI – kontinuierlich auszubauen. Schon unsere Auszubildenden und dual Studierenden lernen, wie KI zum Wohle des Menschen eingesetzt werden kann. Seit kurzem bieten wir sogar ein neues duales Informatik-Studium mit Schwerpunkt Künstliche Intelligenz und dem Abschluss „Bachelor in KI“ an.
„Wir sollten neue Technologien nicht nur konsumieren, sondern verstehen und den Umgang damit lernen.“
Unser eigenes, langjähriges KI-Know-how setzen wir unter anderem dafür ein, um Schülerinnen und Schüler mit Hilfe von Sensoren, Kameras und 5G sicher zur Schule zu bringen. Für das Projekt Safe2School installierte unser Team dynamische Verkehrsschilder, die den Verkehr in Echtzeit steuern und verlangsamen, sobald sich größere Kindergruppen auf dem Schulweg bewegen. Diese KI-Lösung haben wir in der niederbayerischen Stadt Landshut erfolgreich an einer Grund- und einer weiterführenden Schule getestet.
Und das ist erst der Anfang. KI hat enormes Potenzial, unsere Gesellschaft aufs nächste Level zu bringen.
Wichtig ist, dass wir alle uns mit den neuen Möglichkeiten auseinandersetzen. Dann ist lebenslanges Lernen nicht nur der Schlüssel zur persönlichen Weiterentwicklung, sondern auch zu einem verantwortungsvollen und menschenzentrierten Umgang mit Künstlicher Intelligenz.


