Story

Jeder kann es schaffen

Weiterlesen

InteGREATer wurde im Rahmen von startsocial im Kanzleramt ausgezeichnet – unter der Schirmherrschaft des Bundeskanzlers.

Zukunft entsteht dort, wo jemand an dich glaubt: Wie InteGREATer Perspektiven öffnet.

Was braucht es, damit junge Menschen an sich glauben? Oft reicht eine Person, die sagt: Ich kenne deine Situation – und ich habe meinen Weg gefunden. Genau hier setzt InteGREATer e.V. an. Der gemeinnützige Verein bringt echte Bildungsbiografien in Klassenzimmer und zeigt Jugendlichen: Herkunft bestimmt nicht die Zukunft. Bildung ist möglich – wenn Orientierung, Mut und Vorbilder zusammenkommen.

Getragen wird InteGREATer von jungen Ehrenamtlichen, die selbst Bildungsaufstiege erlebt haben. Viele von ihnen haben eine Migrations- oder Arbeiterbiografie. Sie erzählen nicht von theoretischen Chancen, sondern von ihren eigenen Wegen – mit Umwegen, Rückschlägen und Erfolgen. Diese Authentizität macht den Unterschied: Jugendliche hören zu, weil sie sich wiedererkennen.

Einer dieser Vorbilder ist Ömer Faruk Kocak, Projektleiter bei der Telekom und Vorstandsmitglied bei InteGREATer e.V. Die Deutsche Telekom unterstützt ihn, wie viele andere Kolleginnen und Kollegen, bei der Ausübung seines Ehrenamtes. Sein Weg steht beispielhaft für das, was der Verein vermittelt. Ömer startete auf der Hauptschule, ohne Orientierung im Bildungssystem. Seine Eltern hatten selbst keinen Zugang zu Bildung. Dennoch blieb er dran: Realschulabschluss, Fachabitur, duales Studium bei der Telekom, später ein MBA an der ESMT Berlin. Heute gestaltet er für die Deutsche Telekom Glasfaser-Kooperationen – und engagiert sich ehrenamtlich für Bildungsgerechtigkeit. In beiden Bereichen geht es darum, Zukunft zu gestalten.

Dass dieses Engagement weit über persönliche Erfolge hinausgeht, zeigt die Anerkennung auf Bundesebene: InteGREATer wurde im Rahmen von startsocial im Kanzleramt ausgezeichnet (siehe Foto oben) – unter der Schirmherrschaft des Bundeskanzlers. Die Ehrung würdigt Initiativen, die gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und konkret wirken. Für Ömer und viele Ehrenamtliche war das ein besonderer Moment: ein Zeichen dafür, dass Bildungsarbeit an der Basis gesehen wird.

Ehrenamt? Ehrensache! Ömer Faruk Kocak, Projektleiter bei der Telekom, ist Vorstandsmitglied bei InteGREATer und hat den Verein in den vergangenen acht Jahrn mit aufgebaut. Gründerin ist Ümmühan Ciftci.

350
Ehrenamtliche

500
Veranstaltungen

5000
Teilnehmende

Als Vorstandsmitglied verantwortet Ömer Kooperationen und strategische Entwicklung. Gemeinsam mit seinem Team baut er Partnerschaften mit Unternehmen, Schulen und Stiftungen auf. So entstehen neue Formate: praxisnahe Berufsorientierung, Workshops mit Unternehmen oder KI-Angebote für Schulen, die sonst kaum Zugang zu solchen Möglichkeiten hätten. InteGREATer schafft Brücken – zwischen Schule und Wirtschaft, zwischen Potenzial und Perspektive.

Die Wirkung zeigt sich im Klassenzimmer. Jugendliche werden aufmerksam, stellen Fragen, trauen sich mehr zu. Einige engagieren sich später selbst bei InteGREATer. Für Ömer ist das der größte Erfolg: „Wenn ich es geschafft habe, dann schafft ihr das auch.“ InteGREATer zeigt, wie viel Kraft in Vorbildern steckt. Und Ömers Geschichte macht deutlich, wie Kolleg:innen bei der Telekom mit Haltung, Engagement und Stolz auf die eigene Biografie echte Chancen für andere schaffen – und damit Zukunft gestalten.

So funktioniert das Erfolgskonzept:

1. Authentische Vorbilder mit eigener Erfahrung
InteGREATer setzt bewusst auf junge Menschen mit eigener Migrations- oder Integrationsbiografie, die selbst erfolgreich Bildungswege durchlaufen haben. Sie erzählen in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen von ihren Hindernissen und Erfolgen – nicht abstrakt, sondern aus eigener Erfahrung. So werden sie zu echten Identifikationsfiguren für Jugendliche, die ähnliche Herausforderungen erleben.

2. Sichtbare Präsenz vor Ort
Die Ehrenamtlichen gehen direkt in Schulen, Jugendzentren, religiöse Einrichtungen, oder Kulturzentren – dorthin, wo Jugendliche und Eltern sind. Dort berichten sie nicht nur über Schul- und Ausbildungswege, sondern geben konkrete Orientierung, zeigen Studien- und Berufswege auf und beantworten Fragen zum deutschen Bildungssystem.

3. Persönliche Motivation statt Defizitfokus
Der Verein lenkt den Blick bewusst auf Erfolgsgeschichten statt auf Defizite – und macht so Mut: „Wenn wir es geschafft haben, dann schafft ihr das auch.“ Dieses positive Narrativ fördert Selbstvertrauen und Perspektiven bei Jugendlichen und verändert die Wahrnehmung von Migration und Bildung in der Gesellschaft.

4. Netzwerk, Kooperationen und Community
InteGREATer ist mehr als ein Projekt: Es ist ein bundesweites Netzwerk. Ehrenamtliche treffen sich regional und überregional, tauschen sich aus, schulen sich gegenseitig und entwickeln neue Angebote. Zudem entstehen Kooperationen mit Partnern aus Wirtschaft, Bildung und Zivilgesellschaft, um Jugendliche über schulische Veranstaltungen hinaus zu erreichen.

5. Sichtbare Wirkung & Anerkennung
Die Arbeit von InteGREATer findet breite Anerkennung – national wie regional. 2025 wurde der Verein als einer der Bundespreisträger des startsocial-Wettbewerbs im Bundeskanzleramt ausgezeichnet, eine bedeutende Würdigung für Bildungs- und Integrationsarbeit. Darüber hinaus hat InteGREATer den Engagementpreis NRW 2025 (Sonderpreis des Ministeriums für Schule und Bildung) erhalten. Die Auszeichnungen zeigen, dass die Arbeit nicht nur wahrgenommen, sondern als gesellschaftlich wertvoll bewertet wird.

Erfolge in Zahlen

  • Rund 350 Ehrenamtliche engagieren sich heute bei InteGREATer an 17 Standorten bundesweit – eine starke Bewegung junger Vorbilder.
  • Mittlerweile gibt es rund 1.000 Alumni.
  • Circa 500 Veranstaltungen gibt es im Jahr, um Jugendliche mit persönlichen Bildungsbiografien zu inspirieren.
  • Die Angebote erreichen so circa 5.000 Kinder und Jugendliche jährlich
  • Ehrenamtliche mit biografischem Hintergrund aus etwa 40–50 verschiedenen Herkunftsländern schaffen kulturelle Vielfalt und multiple Vorbildfunktionen
Zurück Vor